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Überlegungen zum Jahresende

Dienstag, 15.12.2009

Die gewaltige Mehrheit von 84% hasst die Veränderung!
(Ralf Barth, deutscher Managementwissenschaftler)

2009 war sicherlich für alle von uns ein sehr anspruchsvolles Jahr. Manche konnten mit den schwierigen Themen sehr gut umgehen, sahen sie doch spannende Herausforderungen, die es "sportlich" zu bewältigen gab. Für  Viele - und ich denke - die Mehrzahl, war das Jahr gezeichnet von Ängsten, Druck und/oder Überbelastung.


2009 hinterlässt Spuren! Im Management, da hier  die Aufgabe lag,  unangenehme Themen wie Kurzarbeit, Kündigungen, Aufhebungsverträge, usw. zu verkünden. Vor allem aber bei den vielen Arbeitnehmern, die eigentlich gar keine Möglichkeiten hatten, etwas zu verändern, sondern mit den Auswirkungen umgehen müssen.
 

Dass vielerorts in 2009 viel Porzellan zerschlagen wurde, zeigen die aktuellen Gespräche der Branche. Ein Erfolg, wenn es Unternehmen gelungen ist, hier fair, authentisch und nachvollziehbar zu agieren.

 


Wo Informationen fehlen, wachsen die Gerüchte!
(Lee Iacocca, amerikanischer Automobilmanager)

Sehr viele Firmen haben die Zeit genutzt, sich neu aufzustellen.
 

Die gemalten Bilder einer Organisationsstruktur in einem Managementmeeting erscheinen (fast) immer in sich schlüssig und klug. Die zentrale Frage ist nur: Was kommt „unten“ an? Und wann kann diese (neue) Organisation wirklich  schlagkräftig agieren? 
 

Mir scheint, eines der entscheidenden Themen für 2010 wird es sein, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die engagierten und kompetenten Mitarbeitern Raum gibt, erfolgreich zu arbeiten. Hierzu ist es notwendig,  wieder mehr zu vertrauen, klare Ziele zu definieren und Mitarbeitern zuzuhören. Vor allem aber erscheint es mir wichtig, Veränderungen klar zu kommunizieren. Führung und Kommunikation stehen also ganz vorne auf der Agenda!


Wollen lässt sich nicht lernen!
(Seneca, römischer Staatsmann, Schriftsteller und Philosoph)

Und noch etwas sollte verstärkt ein zentrales Thema der Unternehmensführung werden. Nämlich der Einsatz des „richtigen“ Mannes, bzw. der „richtigen“ Frau auf einer klar definierten Position. „Richtig“ definiert sich durch
 

  • Hervorragende Fachkompetenz
  • Passende Persönlichkeit zu Aufgabe und Unternehmen
  • Passende Motivation für die jeweilige Aufgabe und  Unternehmenssituation


Viel zu oft wird noch nach der „Chemie“ eingestellt und alles andere zu wenig berücksichtigt. Da gibt es Optimierungsbedarf! Auch werden Positionen um  Menschen „gestrickt“, anstelle Unternehmensziele präzise auf einzelne Positionen herunter zu brechen.
 

Das Ganze kann aber auch umgedreht werden und auf den Punkt gebracht werden: "Wie sieht die "richtige" Firma und Aufgabe für mich als Arbeitnehmer aus?"

 
Ich darf an dieser Stelle die Gallup Studie erwähnen wonach nur 13% aller Mitarbeiter eine hohe emotionale Bindung an ihr Unternehmen haben und damit aktiv engagiert sind. Der Rest zieht nicht mit, gerade wenn in Krisenzeiten ein hoher Einsatz gefragt ist! Ich könnte mir vorstellen, dass sich diese Zahl auch in 2009 nicht verbessert hat. Dies zu verbessern erscheint mir eine Aufgabe für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen.
 

Auch Arbeitnehmer sind meiner Meinung nach immer mehr gefordert,  sich mit dem Unternehmen, in dem sie arbeiten wollen,  intensiver auseinanderzusetzen. Für entsprechende Informationsbeschaffungen   stehen inzwischen viele unterschiedliche Tools zur Verfügung. Auch Stellenprofile gilt es im Detail zu hinterfragen, um später unangenehme Überraschungen und damit Frust und Demotivation zu vermeiden.


Ich habe niemals an Erfolg geglaubt, ich habe dafür gearbeitet!
(Estée Lauder, amerikanische Kosmetik-Unternehmerin) 

Ende 2009 mehren sich nun die positiven Signale. Manche denken wir „sind durch“. Andere meinen, wir haben nur ein Zwischenhoch und 2010 erwartet uns nochmals ein herber Rückschlag. Nun, die Glaskugel haben wir alle nicht. Es zeigt sich aber doch, dass die Organisationen und Menschen, die Entscheidungen rechtzeitig treffen, die den Zeitgeist umsetzen und Ihre Organisation den Bedürfnissen des Marktes anpassen, die Mut beweisen und neben wirtschaftlichen Notwendigkeiten auch noch Werte verbunden agieren, schneller wieder im Lot sind.
 

Wir brauchen gleichermaßen Manager und Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam im Team am gleichen Strick ziehen. Die mit Begeisterung bei der Sache sind und wissen, wofür es sich lohnt, zu arbeiten.


Ein Geschäft, das nichts als Geld verdient, ist ein schlechtes Geschäft! (Henry Ford, amerikanischer Automobilindustrieller)

Ich wünsche Ihnen – auch im Namen unseres gesamten Teams, dass Sie für 2010 die Weichen richtig gestellt haben und in einem positiven Umfeld Ihren Teil zum weiteren Unternehmenserfolg beitragen können. Sowohl in Bezug auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen als auch im Umgang mit Kollegen und Management.
 

Zum Jahresende nun aber zunächst erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir freuen uns, wenn wir Sie bei Ihrer beruflichen Weichenstellung beraten und begleiten dürfen.
 

 

Renate Schuh-Eder 

 


 

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