22.12.2011

Berufsunfähigkeit in der Elektronikbranche

Medium stetoskop (panthermedia.net / Sven Weber)

Die Berufsunfähigkeit hat in der heutigen Zeit viele Gesichter. Noch immer gehen zahlreiche Arbeitnehmer davon aus, dass eine andauernde Berufsunfähigkeit in erster Linie aufgrund von Unfällen oder schweren körperlichen Erkrankungen bescheinigt wird. Doch auch wenn körperliche Ursachen nicht selten sind, nehmen die psychischen Erkrankungen unter den Berufstätigen, insbesondere in den so genannten „Bürojobs“, zu.



Wenn der Job zur Belastung wird

Lange Arbeitszeiten, ein anhaltender Leistungs- und Erfolgsdruck und leider auch die Angst vor einer möglichen Arbeitslosigkeit beschäftigen viele Berufstätige. In der Elektronikbranche kommt ein weiteres Phänomen hinzu. Einigen erfahrenen Technikspezialisten oder Applikationsingenieuren wird im Laufe ihrer Karriere eine Managementposition nahegelegt, um im Job das nächste Level zu erreichen. Das Gehalt ist dabei durchaus attraktiv, allerdings bringt es meist klassische Managementtätigkeiten, wie z.B. die disziplinarische Führung von Mitarbeitern, mit sich, die mit der vertrauten Technik nichts mehr zu tun haben. Bei einem Ingenieur mit einem engen Bezug zur Technik, könnte sich in der Folge eine Unzufriedenheit und Überforderung einstellen.  

Wirken diese Einflüsse in Form von negativem Stress auf Dauer, dann können sie psychische Erkrankungen bedingen bzw. verschlimmern. In einigen Fällen ist es sogar so, dass sich der Zustand des Betroffenen erst bis zur Berufsunfähigkeit verschlimmert, nachdem die Arbeitsbelastung durch wiederholte Krankheitstage immer weiter angestiegen ist. Solch ein Teufelskreis lässt sich nur schwer durchbrechen, besonders dann, wenn man in seiner Position viel Verantwortung trägt. 

Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auch auf aktive Maßnahmen gegen die übermäßigen Arbeitsbelastungen. Flexible Arbeitszeiten, angemessene Ruhepausen und auch Kurse zur Entspannung werden angeboten, um die Belastung zu reduzieren und somit Krankheitstage zu vermeiden. Doch nicht überall hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass solche Maßnahmen eine echte Investition in die Zukunft der Belegschaft sind. Zudem ist es nicht immer nur der Arbeitsalltag, der zu Krankheit und Berufsunfähigkeit führt.


Burnout – Oft mehr als nur Arbeitsstress

Private Probleme oder eine Veranlagung können psychische Erkrankungen ebenfalls bedingen. So tritt beispielsweise das Burnout-Syndrom häufig nicht allein aufgrund der Belastungen des Arbeitsalltags auf, sondern geht einher mit Problemen im privaten Bereich. Eine alleinige Reduktion der Arbeitslast ist daher nicht immer ausreichend, um ein Voranschreiten der Erkrankung zu vermeiden.



Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Unabhängig von den Gründen für die Berufsunfähigkeit, kann diese jedoch zu erheblich finanziellen Ausfällen führen. Denn wer aufgrund von körperlichen oder psychischen Beschwerden nicht mehr in der Lage ist seinem Beruf nachzugehen, hat von staatlicher Seite aus nur Anspruch auf geringe Leistungen. Dies gilt vor allem für Menschen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren worden sind. Denn diese erhalten bei einer Berufsunfähigkeit nur eine Erwerbsminderungsrente. Diese umfasst maximal 30 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Dies reicht allerdings meist nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Um finanziellen Problemen vorzubeugen, empfiehlt es sich deshalb privat vorzusorgen. Eine Berufsun-fähigkeitsversicherung greift auch, wenn die Berufsunfähigkeit durch eine psychische Erkrankung hervorgerufen wird. Entscheidend ist hierbei letztlich die Beurteilung durch den behandelnden Arzt. Allerdings sollte man beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung darauf achten, dass sie eine abstrakte Verweisung ausschließt. Denn sonst kann der Versicherer die Leistungen verweigern, wenn der Arbeitnehmer theoretisch noch in einem anderen Beruf arbeiten könnte. 



Mehr Informationen zum Thema Berufsunfähigkeit finden Sie auf dem Fachportal: www.berufsunfaehigkeit.com 

Autor: Max Hülsebusch


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