05.11.2013

Bewerbungsfrage: "Was machen Sie in Ihrer Freizeit?"

Medium laeufer Was machen Sie in Ihrer Freizeit? (Bild: panthermedia.net / Stefan Schurr)
Diese Bewerbungsfrage klingt eigentlich eher harmlos. Dennoch ist die Frage nach Ihrer Freizeitbeschäftigung wichtig und wird ganz gezielt gestellt. Der Personalverantwortliche lernt so Ihre private Seite kennen und Sie können sich noch einmal von anderen Bewerbern abheben

Der Recruiter kann aus Ihrer Antwort viel über Sie erfahren. Sind Sie ein ausgeglichener Mensch, der sich fit hält und Sport treibt? Sind Sie sozial engagiert? Oder suchen Sie Ihren Ausgleich in der Musik oder in der Kunst? Eventuell nennen Sie aber auch zu viele Freizeitaktivitäten, welche sich auf Ihre Arbeitszeiten, Konzentration und Flexibilität auswirken könnten. Ihr Gesprächspartner wird Ihnen demnach sehr gut zuhören und genau darauf achten, worauf Sie den Fokus legen.

Welche Qualitäten sind gefragt?:
  • Teamfähigkeit - Sie verbringen Ihre Freizeit nicht alleine sondern mit der Familie und Freunden.

  • Kontinuität - Seit mehreren Jahren üben Sie die gleichen Hobbys aus.

  • Aufgeschlossenheit - Sie haben Freunde und lernen gerne neue Leute kennen.

  • Verantwortungsbewusstsein - Sie planen viele Aktivitäten mit Ihren Kindern.

  • Kreativität - Sie spielen ein Instrument oder üben eine handwerkliche Tätigkeit aus.

  • Zielstrebigkeit - Sie setzen sich in Ihrer Freizeit Ziele.

  • Soziales Engagement - In Ihrer Freizeit helfen Sie auch anderen.

  • Lernfähigkeit - Sie lernen eine Fremdsprache oder erweitern Ihr Fachwissen.
Nennen Sie nicht einfach nur ein paar Hobbys. Überlegen Sie sich stattdessen genau, welche Qualitäten für die beworbene Stelle gefragt sind und heben Sie die entsprechenden Freizeitaktivitäten hervor.

Hier ein schlechtes Hobby-Beispiel:

In der beworbenen Stelle steht als Anforderung, dass Sie teamfähig sein sollten und Sie antworten im Gespräch:

"Eines meiner Hobbys ist Lesen. Ich liebe Lesen! Dabei kann ich so richtig schön entspannen und zur Ruhe kommen."

Das Hobby "Lesen" ist natürlich absolut in Ordnung. Man sollte es angesichts der Anforderungen allerdings nicht in den Fokus stellen, da Lesen ja eher zu den Dingen gehört, die man für sich alleine ausübt. Der Personaler könnte daraus schließen, dass Sie eher introvertiert sind.

Hier ein gutes Hobby-Beispiel:

In der beworbenen Stelle steht als Anforderung, dass Sie zielstrebig sein sollten und Sie antworten im Gespräch:

"Eines meiner Hobbys ist Laufen. Ich trainiere schon seit 2 Jahren meine Ausdauer, da ich in einem halben Jahr an einem Marathonlauf teilnehmen will."

Hier zeigen Sie, dass Sie sich Ziele setzen und auch hart trainieren um diese zu erreichen. Der Personaler erkennt darin Ihre Zielstrebigkeit, was Ihnen einen weiteren Pluspunkt einbringen kann. 

Hobbys, die Sie besser nicht erwähnen sollten:
  • Partys feiern: Dieses "Hobby" zeigt zwar, dass Sie kontaktfreudig sind, aber da dies oft mit langen Nächten und Alkohol verbunden ist, wirft es eher ein schlechtes Licht auf Sie. 

  • Risikosportarten: Fallschirmspringen u.ä. bergen hohe Verletzungsrisiken und bringen dem Bewerber eher Minuspunkte ein.

  • Hobbys wie Fernsehen, im Internet surfen und Ausruhen sollten Sie ebenfalls besser für sich behalten.
Tipp:

Nennen Sie keine Hobbys, die Sie nicht auch tatsächlich ausüben. Sonst könnten weiterführende Fragen schnell unangenehm werden - insbesondere wenn der Gesprächspartner zufällig das gleiche Hobby ausübt.

Autorin: Janina Kotzam

Autor: Janina Kotzam


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