18.09.2013

Bewerbungsfrage: "Wo liegen Ihre Gehaltvorstellungen?"

Medium gehaltsvorstellung Informieren Sie sich über Ihren Marktwert und nennen Sie realistische Gehaltsvorstellungen. (Bild: panthermedia.net / Adam Gregor)
Die Frage nach den Gehaltsvorstellungen zählt nicht umsonst zu den heikelsten Bewerbungsfragen im Vorstellungsgespräch. Ihr Gesprächspartner möchte wissen, ob Sie in der Lage sind, Ihren Wert für das Unternehmen in finanzieller Hinsicht richtig einzuschätzen. Für die Antwort ist Fingerspitzengefühl und Vorbereitung notwendig. 

Setzen Sie Ihre Gehaltsvorstellungen deutlich zu hoch an, riskieren Sie, dass die Firma andere Bewerber vorzieht, die ähnlich qualifiziert sind und den Job für weniger Gehalt ausüben.

Setzen Sie Ihre Gehaltsvorstellungen weit unter dem Marktwert für die entsprechende Position an, zweifelt der Personaler an Ihren Qualifikationen und Ihrer Selbsteinschätzung. 

So sollten Sie vorgehen:
  • Informieren Sie sich vor dem Bewerbungsgespräch bei der IHK, Berufsverbänden, Gewerkschaften, etc. über den aktuellen Marktwert der Position in Ihrer Branche. Beachten Sie dabei unbedingt auch regionale Unterschiede.

  • Einige Unternehmen wünschen bereits in der Bewerbung eine Angabe zu den Gehaltsvorstellungen. Daran sollte Sie sich halten. Wie Sie diesen Passus formulieren können, finden Sie in unserem Artikel: Gehaltsvorstellung festlegen und richtig formulieren. Werden Sie dann zum Gespräch eingeladen, dann wissen Sie wenigsten schon mal, dass Ihre Angaben realistisch sind und im Rahmen des Unternehmensbudgets liegen.

  • Begründen Sie Ihre Gehaltsvorstellungen mit den einzigen Argument, das für einen Personalverantwortlichen zählt: Ihre berufliche Qualifikation und Leistung! Verhandeln Sie nicht mit Argumenten wie den "steigenden Lebenshaltungskosten". Sondern legen Sie konkrete Projekte und Erfolge aus Ihrem Lebenslauf vor, die das gewünschte Gehalt rechtfertigen.

  • Sollten Sie direkt im Gespräch ein mündliches Angebot erhalten, dann sagen Sie nicht vorschnell "ja". Klären Sie zuerst ab, ob sich das Angebot aus einem fixen und variablen Gehaltsanteil zusammensetzt und wie hoch der jeweilige Prozentsatz ist. Gerade im Vertrieb gibt es oft Gehälter, die sich z. B. aus einem Fixgehalt von 60 % und einem Bonus von 40 % zusammensetzen. Fragen Sie auch nach, was zur Erzielung des Bonusgehalts nötig ist und ob die anderen Mitarbeiter diese Vorgaben in den letzten Monaten erreichen konnten.
     
Tipp:

"Verkaufen" Sie sich nicht unter Ihrem Wert und seien Sie von Ihrer Leistung überzeugt. Dieses Selbstbewusstsein lässt Sie auch bei dieser schwierigen Frage souverän auftreten.

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Autorin: Janina Kotzam
 

Autor: Janina Kotzam


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