15.04.2013

Das Gehirn vom Chef - Gehirnstruktur beeinflusst Führungsstil

Forscher der Wake Forest University in den USA haben herausgefunden, dass kooperative Manager eine andere Gehirnstruktur besitzen als narzisstische Chefs. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie wurden Probanden, die bei der US-Armee eine Führungsposition inne haben, verschiedenen psychologischen und neurologischen Tests unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass kooperative Führungskräfte effektiver arbeiten. "Sobald wir wissen, wie genau die Gehirne dieser Führungskräfte funktionieren, besteht die Möglichkeit, ein Profil von guten Chefs zu erstellen", erklärt der Leiter der Untersuchung Sean Hannah. So sollen Unternehmen in Zukunft sogar mittels Gehirnscan die Führungsqualitäten ihrer Mitarbeiter testen können, spekuliert Hannah.

Medium gehirn anatomie Forscher haben herausgefunden, dass die Struktur des Gehirns einen Einfluss auf den Führungsstil hat. (Bild: panthermedia.net / Jeffrey Collingwood)
Forscher der Wake Forest University in den USA haben herausgefunden, dass kooperative Manager eine andere Gehirnstruktur besitzen als narzisstische Chefs. 

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie wurden Probanden, die bei der US-Armee eine Führungsposition inne haben, verschiedenen psychologischen und neurologischen Tests unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass kooperative Führungskräfte effektiver arbeiten.

Bedeutung für die Unternehmen

"Sobald wir wissen, wie genau die Gehirne dieser Führungskräfte funktionieren, besteht die Möglichkeit, ein Profil von guten Chefs zu erstellen", erklärt der Leiter der Untersuchung Sean Hannah. So sollen Unternehmen in Zukunft sogar mittels Gehirnscan die Führungsqualitäten ihrer Mitarbeiter testen können, spekuliert Hannah.

Außerdem wäre es denkbar, dass mithilfe von angepassten Hirntrainings den Managern mit den entsprechenden Gehirnstrukturen geholfen wird, ihre Führungsqualitäten weiter zu verbessern.

Im Rahmen der Studie konnten die Wissenschaftler zudem beobachten, dass die Führungskräfte, mit den geeigneten Gehirnstrukturen, komplexere Führungsrollen wahrnehmen: Sie sind gleichzeitig Mentor ihrer Mitarbeiter, Teamleiter und Sprecher für ihre Abteilung.

Teamplayer oder Narzisst – Wer führt besser?

Teamplayer mögen die Mitarbeiter besser motivieren können und beliebter sein. Ein Forscherteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sieht jedoch gerade im Egoismus und Narzissmus der Führungspersönlichkeiten ein großes Potential in Bezug auf die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens.

Die deutschen Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Firma in innovative Technologien investiert, umso höher ist, je narzisstischer der jeweilige Chef ist. Führungskräfte, bei denen ein übersteigertes Selbstbewusstsein, Streben nach Dominanz, Egoismus, Ungeduld und Rastlosigkeit beobachtet wurde, sind angeblich besonders innovativ in ihren Entscheidungen.

Andreas König, Wirtschaftswissenschaftler an der FAU, fasst diese Beobachtungen wie folgt zusammen: "Der Narzisst traut sich Dinge, die sich andere nicht trauen". Das heiße aber nicht zwangsläufig, dass Narzissten oder Egoisten automatisch die besseren Chefs seien, betont König. "Allerdings können Unternehmen durchaus einen Wettbewerbsvorteil mit Narzissten in Führungspositionen haben."

Quelle: pressetext Meldung vom 15.4.13
Redakteur: Maximilian Hülsebusch

Autor: Max Hülsebusch


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