04.06.2012

Die Software macht´s – Ein Embedded Softwareentwickler berichtet über seine Arbeit bei Rohde Schwarz

Medium holger kress small
Steigende Komplexität und kurzlebige Produktzyklen: Die Entwicklung von hardware-integrierten Softwarelösungen stellt hohe Anforderungen an Elektroingenieure. Christian Kreß ist Softwareentwickler für Embedded Systems bei Rohde & Schwarz und erklärt, was das Spannende, aber auch das Herausfordernde an der Embedded-Softwareentwicklung ist.

Herr Kreß, was macht Ihre Abteilung?

Unsere Abteilung „Entwicklung Software Signalgeneratoren“ umfasst insgesamt 34 Mitarbeiter und ist dem Geschäftsbereich „Messtechnik“ zugeordnet. Wir Softwareentwickler arbeiten im Bereich Embedded gemeinsam mit der Hardwareentwicklung an der Implementierung von Gerätetreibern sowie Einstell- und Abgleichalgorithmen.

Unsere Abteilung konzipiert  in erster Linie die Gerätefirmware für die Signalgeneratoren und Leistungsmesser. Dieses Umfeld ist bei Rohde & Schwarz aufgrund der breiten Produktpalette sehr vielfältig. Ein typisches Anwendungsgebiet dieser Geräte ist die Entwicklung und Produktion von Mobilfunktechnik. Aber auch Rundfunk-, Navigation- und Radaranwendungen gehören dazu.

Wo liegen die Herausforderungen im Embedded Software Engineering?

Eine Herausforderung ist, die Hardwareeigenschaften eines Gerätes und deren Interaktion mit der Software zu verstehen und kompatibel zu machen. Hier kommen auch spezielle Anforderungen an Zuverlässigkeit und Echtzeitverhalten zum Tragen. In Zukunft werden sich zunehmend neue Entwicklungsprozesse etablieren, um der steigenden Komplexität und der Forderung nach kürzeren Entwicklungszeiten gerecht zu werden.

Was gefällt Ihnen an der Arbeit als Embedded-Softwareentwickler?

Mir gefällt die Herausforderung, die Software exakt auf die Hardware abstimmen zu müssen. Dies bedeutet auch ab und zu klassische Handarbeit – etwa wenn man mit Oszilloskop und Lötkolben mögliche Fehlerquellen direkt an der Hardware sucht. Außerdem reizt es mich jedes Mal wieder die Komplexität unserer Geräte zu durchdringen, um die Software passgenau programmieren zu können. 

Welche fachlichen Kenntnisse sind erforderlich? 

Wichtig ist das persönliche Interesse an Elektrotechnik – unabhängig davon, ob man das Fach auch tatsächlich studiert hat oder aber Informatiker oder Physiker ist. Beim hardwarenahen Programmieren sollte man zudem die Hintergründe verstehen, beispielsweise wie ein Compiler funktioniert. Auch tiefgehendes Know-how über Betriebssysteme ist von großem Nutzen. 

Wie sehen Sie die Zukunft des Embedded Software Engineering?

Die Embedded Softwareentwicklung wird immer mehr an Bedeutung gewinnen, da elektronische Geräte immer komplexer werden und damit auch die Anforderungen an die Hersteller und Zulieferer wachsen. Während die Hardware früher noch viele der Geräte-Anforderungen erledigen konnte, kann sie das heute nicht mehr leisten. Der hauptsächliche Entwicklungsaufwand liegt mittlerweile bei der Software, da Embedded Softwarelösungen inzwischen viele Performance-Aufgaben übernehmen. Auch steigen die Anforderungen an Produktspezifikationen, Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität der Produkte, das bedeutet für uns Softwareentwickler weiterhin spannende Herausforderungen.

Herr Kreß, vielen Dank, dass Sie uns einen kurzen Einblick in Ihre Arbeit gegeben haben.



Interessante Positionen bei Rohde & Schwarz:

Softwareentwickler (m/w) für Embedded Systems

MMIC-Entwicklungsingenieure (m/w)

Systemarchitekten und Entwicklungsingenieure (m/w) für Analog/Mixed Signal ASICs

Autor: Max Hülsebusch


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