31.01.2013

Eigenverantwortliche Weiterbildung wird immer wichtiger

Deutsche Arbeitgeber wünschen sich von ihren Mitarbeitern Eigeninitiative in Bezug auf die berufliche Weiterbildung. Das ist ein zentrales Ergebnis aus der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2013“. TNS führte die Studie im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) bereits zum fünften Mal durch und befragte 307 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen. Ein Ergebnis war dabei besonders auffällig: Die Bedeutung von eigenverantwortlichem Engagement in Bezug auf Weiterbildungsmaßnahmen stieg im 5-Jahres-Vergleich merklich an. Der Faktor Weiterbildung steht bei den befragten Unternehmen im direkten Zusammenhang mit dem Joberhalt, weiteren Karrierechancen und dem Einstellungsverhalten.

Medium weiterbildung Weiterbildung hat einen positiven Einfluss auf die Arbeitsplatzsicherheit. (Bild: panthermedia.net / Jacky Simanzik)
Deutsche Arbeitgeber wünschen sich von ihren Mitarbeitern Eigeninitiative in Bezug auf die berufliche Weiterbildung. Das ist ein zentrales Ergebnis aus der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2013“. TNS führte die Studie im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) bereits zum fünften Mal durch und befragte 307 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen. Ein Ergebnis war dabei besonders auffällig: Die Bedeutung von eigenverantwortlichem Engagement in Bezug auf Weiterbildungsmaß-nahmen stieg im 5-Jahres-Vergleich merklich an. Der Faktor Weiterbildung steht bei den befragten Unternehmen im direkten Zusammenhang mit dem Joberhalt, weiteren Karrierechancen und dem Einstellungsverhalten.

„Arbeitnehmer, die Initiative zeigen, sind bei ihren Chefs gerne gesehen. Denn sie sind zielstrebig, nutzen Freiräume und gelten als verantwortungsbewusst. Sie bringen neue Ideen ins Unternehmen ein und tragen dazu bei, innovativ und wettbewerbsfähig zu sein“, erklärt Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der SGD. „Wie die Studie zeigt, legen Personalverantwortliche gerade in der beruflichen Weiterbildung immer mehr Wert auf Eigeninitiative. Dabei schätzen viele HR-Manager Mitarbeiter, die sich per Fernunterricht weiterbilden. Denn diese zeigen ein besonderes Maß an Zielorientierung und Leistungsbereitschaft. Fernunterricht ermöglicht zudem eine gute Vereinbarkeit von Weiterbildung, Job und Familie und ist zeit- und ortsflexibel.“ Wie die TNS Infratest-Studie zeigt, sehen rund 8 von 10 Personalmanagern den berufsbegleitenden Fernunterricht für eine geeignete Form der Weiterbildung. 

Weiterbildung kann den Arbeitsplatz sichern 

In den Medien kursieren ganz unterschiedliche Meldungen zur aktuellen Wirtschaftslage: Auf der einen Seite freuen sich viele Unternehmen über eine guten Auftragslage und suchen vermehrt Fachkräfte. Auf der anderen Seite hört man auch Meldungen von Kurzarbeit oder sogarStellenabbau. Hinzu kommt der Unsicherheitsfaktor "Euro-Krise". „Diese unterschiedlichen Informationen verunsichern Arbeitnehmer. Das Bedürfnis nach einer sicheren Arbeitsstelle steigt. Wer persönlich etwas für den Joberhalt tun möchte, sollte sich gezielt weiterbilden“, empfiehlt Brigitta Vochazer. „Denn in der TNS Infratest-Studie ist ein eindeutiger 5-Jahres-Trend abzulesen: Geht es um den Erhalt eines Arbeitsplatzes, gewinnt für HR-Manager Eigeninitiative bei beruflichen Weiterbildungen immer mehr an Bedeutung.“ In den konkreten Zahlen spiegelt sich dies wie folgt wider: 2013 halten 86 Prozent der Befragten den Faktor "eigenverantwortliche Weiterbildung" für wichtig bis äußerst wichtig. Im Vergleich zur ersten Studie aus dem Jahr 2009 (hier waren es 76 Prozent der Befragten) stieg der Wert damit um insgesamt 10 Prozentpunkte an. 

Weiterbildung hilft beim Jobwechsel

Nicht nur im Bereich Arbeitsplatzsicherheit spielt die Weiterbildung eine wichtige Rolle. „Auch Arbeitnehmer, die sich neue Karrierechancen eröffnen möchten oder einen beruflichen Wechsel anstreben, punkten bei den Personalverantwortlichen mit Weiterbildungsengagement“, sagt Brigitta Vochazer. 2009 schätzten 79 Prozent der befragten Personalverantwortlichen die Bereitschaft zur Weiterbildung als wichtig bis äußerst wichtig für die Karrierechancen ein. 2013 sind es 88 Prozent.„Wichtig ist allerdings, dass die Weiterbildungswünsche der Mitarbeiter stets mit den langfristigen Unternehmenszielen abgeglichen werden.“ Auch für Arbeitnehmer die einen Jobwechsel planen, kann die Weiterbildung entscheidend sein. In der aktuellen Umfrage halten 78 Prozent der Befragten die Weiterbildungsbereitschaft auch bei der Einstellung neuer Mitarbeiter für wichtig bis äußerst wichtig. Gegenüber der Umfrage von 2009 ist ein Anstieg um 4 Prozentpunkte (2009: 74 Prozent) zu beobachten.

Weiterbildungsbudgets werden 2013 leicht sinken

Die Weiterbildungsbudgets in den Firmen werden in diesem Jahr allerdings leicht sinken: 70 Prozent der Personaler rechnen mit gleichbleibenden bzw. steigenden, 23 Prozent mit sinkenden Budgets. Im Vorjahr gingen 74 Prozent von gleichen bzw. steigenden und 15 Prozent von sinkenden Budgets aus.

Redakteur: Maximilian Hülsebusch
Quelle: Pressemeldung der Studiengemeinschaft Werner Kamprath Darmstadt GmbH (SGD) vom 29.01.2013 / openpr.de

Autor: Max Hülsebusch


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