05.08.2016

Erfolg im Berufsleben mit der richtigen Körpersprache

Wenn Sie in der Geschäftswelt bestehen wollen, brauchen Sie eine gesunde Mischung aus Kompetenz, Autorität und Sympathie. Nur so werden Sie von Kollegen und Geschäftspartnern ernst genommen und erreichen Ihre Ziele. Doch all diese Werte werden Ihnen nichts nützen, wenn Sie diese nicht im wahrsten Sinne des Wortes verkörpern.

Medium k rpersprache © Africa Studio/ Shutterstock

Was Sie in einem Vorstellungsgespräch oder später in Verhandlungen sagen, ist natürlich wichtig. Viel mehr noch kommt es aber darauf an, wie Sie Ihre Worte nonverbal untermauern. Die richtige Körpersprache entscheidet in vielen Fällen über Erfolg oder Scheitern.

Wenn Sie die folgenden Tipps berücksichtigen, können Sie diesen Umstand für sich nutzen.


Sicher und erfolgreich durchs Bewerbungsgespräch


Die Aufgabe des Personalers einer Firma besteht darin, zu entscheiden, ob Sie zur ausgeschriebenen Stelle und dem jeweiligen Unternehmen passen. Kurz gesagt: Er muss Sie bewerten. Dabei kommt es besonders auf den ersten Eindruck an. Dieser manifestiert sich in den ersten zwei Minuten. Laufen die schlecht, haben Sie quasi schon verloren. Wie können Sie das also verhindern?


Schon bei der Begrüßung geht es los. Wenn der Personaler Ihnen die Hand reicht, drücken Sie sie kurz und fest. Halten Sie dabei Blickkontakt und Lächeln Sie. So zeigen Sie einerseits Entschlossenheit und andererseits Aufrichtigkeit und Freude über das Kennenlernen. Das weckt die Sympathie Ihres Gegenübers – für den Erfolg Ihrer Bewerbung ist die von entscheidender Bedeutung.


Achten Sie darauf, wie Sie sich setzen. Nutzen Sie die gesamte Sitzfläche und stellen Sie beide Füße auf den Boden. Ihren Oberkörper neigen Sie leicht nach vorne, während Ihre Hände mit den Handflächen nach oben auf Ihrem Schoß ruhen. Diese Körperhaltung signalisiert Aufmerksamkeit und Interesse. 

Andere Positionen wie das Zurücklehnen im Stuhl oder das Übereinanderschlagen der Beine hingegen sind deutliche Zeichen von Desinteresse und mangelnder Ernsthaftigkeit. Selbst wenn Sie das gar nicht ausstrahlen wollen – der Personaler wird diese Signale zumindest unterbewusst registrieren.


Gestik und Mimik zielführend einsetzen


Während Sie Fragen beantworten, können Sie Ihre Worte mit dezenten Gesten unterstreichen. Achten Sie aber darauf, es nicht zu übertreiben. Sonst arten Ihre Handbewegungen schnell in hektisch wirkendes Herumfuchteln aus, das Ihnen unnötige Minuspunkte einbringt. Halten Sie beim Sprechen Blickkontakt. Sitzen Sie mit mehreren Personen am Tisch, beziehen Sie dabei auch alle mit ein, hauptsächlich jedoch den Fragesteller. Vermeiden Sie es, einer bestimmten Person länger als drei Sekunden in die Augen zu sehen – das wirkt unangenehm.


Wenn ein Anderer spricht, können Sie den Blickkontakt länger halten. Geben Sie ihm währenddessen kleine Rückmeldungen wie ein kurzes Nicken oder Lächeln. So zeigen Sie, dass Sie aufmerksam und interessiert bei der Sache sind.


© pressmaster/ Shutterstock

Die letzte Hürde


Wenn das eigentliche Gespräch vorbei ist, neigen viele Bewerber dazu, zu früh in Erleichterung zu verfallen. Das führt zu einer merklichen Zäsur in der Körpersprache, so dass sie den mühsam aufgebauten guten Eindruck im letzten Moment noch zerstören. 

Bewahren Sie deshalb unbedingt auch bei der Verabschiedung Haltung. Wieder ein fester Händedruck mit Blickkontakt und Lächeln, dazu ein knappes „Auf Wiedersehen“. Verlassen Sie das Gebäude anschließend mit aufrechtem Gang und behalten Sie diesen bei, bis Sie außer Sichtweite sind. Erst dann ist die Herausforderung „Vorstellungsgespräch“ endgültig gemeistert.


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Verhandlungssicherheit durch Körpersprache


Nicht nur beim Personalinterview, sondern auch im späteren Berufsleben spielt die Körpersprache eine wichtige Rolle. Wenn Sie Verhandlungen mit potentiellen Kunden führen, können Sie diese mit ein paar einfachen Tricks auf Ihre Seite ziehen.


1. Der Chamäleon-Effekt


Wenn Sie ein Date haben und die andere Person sympathisch finden, werden Sie unbewusst ihre Körperhaltung nachahmen. Dieses „Spiegeln“ können Sie sich auch bei Verhandlungen zu Nutze machen. Wenn sie im Verlauf des Gesprächs die gleiche Sitzposition wie Ihr Gegenüber einnehmen, vermittelt das Gemeinsamkeiten, Übereinstimmungen und den Eindruck, dass Sie beide das gleiche Ziel verfolgen.


2. Der Schulterschluss


Nehmen Sie eine Position neben Ihrem Verhandlungspartner ein. So zeigen Sie ihm, dass Sie auf derselben Seite stehen. So lange Sie ihm gegenüber sitzen, wird neben der räumlichen auch immer eine emotionale Distanz vorhanden sein. Natürlich können Sie nicht einfach so aufstehen und sich neben ihn stellen. Zeigen Sie ihm ein vorher vorbereitetes Dokument, so dass der Schulterschluss „nebenbei“ entsteht.


3. Spannung unterdrücken


Wenn sich die Atmosphäre aufgeheizt hat, hilft ein einfacher Trick, um sie wieder herunter zu kühlen. Halten Sie die Hände etwa auf Hüfthöhe, Handflächen nach unten, die Finger leicht gespreizt. Bewegen Sie sie nun einige Male nach unten. So können Sie aufgebaute Spannungen quasi nach unten drücken und eine vernünftige Basis für den weiteren Gesprächsverlauf schaffen.


Bei all diesen Tricks gilt: Gehen Sie möglichst subtil vor. Beim Spiegeln beispielsweise fühlt sich der Verhandlungspartner sonst schnell nachgeäfft. Üben Sie diese Kniffe vorher und lassen Sie sie möglichst beiläufig einfließen. So werden Sie schnell einen guten Ruf als harter, aber fairer Vertreter Ihrer Zunft erlangen.



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