02.01.2013

Für Absolventen: Affenstarke Gespräche

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch für den ersten richtigen Job ist schon etwas ganz Besonderes. Deine Bewerbung hat überzeugt. Das Unternehmen möchte dich persönlich kennenlernen. Glückwunsch! Auch wenn es bei einem Bewerbungsgespräch viele potenzielle Fettnäpfchen gibt, solltest du dich nicht unnötig nervös machen. Denn mit den richtigen Tipps kannst du auch diese Hürde locker nehmen, ohne dich zum Affen zu machen! Entscheidend für den Erfolg eines Vorstellungsgesprächs ist ganz sicher eine gute Vorbereitung. Verschaffe dir deshalb alle wichtigen Informationen über Erfolge und Aktivitäten deines Wunscharbeitgebers. Viele Firmen präsentieren sich recht offen im Internet oder sogar über Facebook und Twitter.

Medium junge affe2 Mit unseren Tipps machst du dich im Bewerbungs-gespräch nicht zum Affen. (Bild: Rich Vintage Photography)
Die Einladung zum Vorstellungsgespräch für den ersten richtigen Job ist schon etwas ganz Besonderes. Deine Bewerbung hat überzeugt. Das Unternehmen möchte dich persönlich kennenlernen. Glückwunsch! 

Auch wenn es bei einem Bewerbungsgespräch viele potenzielle Fettnäpfchen gibt, solltest du dich nicht unnötig nervös machen. Denn mit den richtigen Tipps kannst du auch diese Hürde locker nehmen, ohne dich zum Affen zu machen!

Bereite dich vor


Entscheidend für den Erfolg eines Vorstellungsgesprächs ist ganz sicher eine gute Vorbereitung. Verschaffe dir deshalb alle wichtigen Informationen über Erfolge und Aktivitäten deines Wunscharbeitgebers. Viele Firmen präsentieren sich recht offen im Internet oder sogar über Facebook und Twitter. Weitere Informationen kannst du eventuell aus Tageszeitungen oder Wirtschafts- und Fachmagazinen erhalten. Vielleicht kannst du auch in deiner Uni mit einem Kommilitonen sprechen, der in dem Unternehmen schon mal ein Praktikum gemacht hat.

Stell dich auf Fragen ein


Gehe vor dem Vorstellungsgespräch noch einmal deine Bewerbungsunterlagen durch und überlege dir dabei, an welchen Stellen die Personalabteilung genauer nachhaken wird bzw. Fragen stellen könnte. Bereite in Gedanken schon mal die Antworten darauf vor. Rechne allerdings auf keinen Fall damit, dass du nur Fragen zu deinem Lebenslauf gestellt bekommst. Auch deine Hobbies könnten in den Fokus des Gesprächs rücken. „Was fasziniert Sie an Ihrem Hobby und warum?“ Es können auch konkrete Fragen zum derzeitigen Lesestoff gestellt werden. „Was lesen Sie zurzeit oder regelmäßig, um sich weiterzubilden?“ 

Beliebt ist auch die Frage nach deinen Stärken und Schwächen. Beachte hierbei, dass du nicht lediglich ein paar Stärken und Schwächen auswendig aufzählst, sondern sie auch begründest. Überlege dir außerdem nachvollziehbare Alternativen zu den immer gleichen Stärken und Schwächen, die du im Internet aufgelistet findest. Manchmal wird auch noch eine Erweiterung dieser Frage gestellt, um zu überprüfen, wie gut du dich selbst einschätzen kannst: „Wie würden Ihre Freunde Sie denn beschreiben?“

Sobald das Gespräch auf die Besprechung der konkreten Position zusteuert, wirst du wahrscheinlich gefragt, wieso das Unternehmen gerade dich einstellen sollte. Außerdem musst du nachvollziehbar erklären können, warum du dich ausgerechnet für diesen Beruf und dieses Unternehmen entschieden hast. Von deinen Antworten auf diese Fragen wird ein Großteil der Entscheidung deines Gegenübers abhängen. Baue geschickt deine Stärken und Erfahrungen ein, die für das Unternehmen von Wert sind, und lasse durchblicken, dass du dich intensiv mit dem Unternehmen, seinen Produkten und seiner Philosophie auseinandergesetzt hast.

Eine weitere sehr beliebte Frage ist: „Wo wollen Sie in fünf oder zehn Jahren stehen?“ Diese Frage gehört zum Standardrepertoire der Personalchefs. Aber keine Panik, du musst hier keine Details nennen. Die Personalabteilung will lediglich wissen, ob du Perspektiven hast und ob diese sich mit den Vorstellungen des Unternehmens in etwa decken. Im Laufe deiner Karriere wirst du feststellen, dass längerfristige Planungen in verantwortlichen Positionen unerlässlich sind; nur so sind die möglichen Konsequenzen von getroffenen Entscheidungen absehbar.

Antworte auf die Fragen deines Gegenübers immer ehrlich, aber übertreibe nicht. Mach dir klar, dass Lügen im Bewerbungsgespräch früher oder später immer aufgedeckt werden. Versuche stattdessen, mit deiner Persönlichkeit zu überzeugen und zeige dich so, wie du bist. Spiele auf keinen Fall irgendeine Rolle, denn ein aufgesetztes Verhalten lässt sich über mehrere Bewerbungsrunden oder bei einem Probearbeiten nicht glaubwürdig durchhalten. Die Arbeitgeber wollen von dir in erster Linie klare, präzise und ehrliche Antworten hören. Du kannst aber auch mit klugen Fragen punkten.

Überlege dir selbst Fragen


Dabei solltest du allerdings beachten, dass im ersten Gespräch Fragen nach dem Gehalt, Urlaubstagen und Urlaubsgehalt, Pausenzeiten, Überstundenregelung sowie der Arbeitszeit nicht so gern gehört werden. Stattdessen solltest du dir einige Fragen aus dem folgenden Kasten aneignen.

Mögliche Fragen an das Unternehmen:

  • Welche Ziele verfolgt das Unternehmen und wie grenzt es sich vom Wettbewerb ab?

  • Wie genau sieht meine Aufgabe aus und wie verläuft die Einarbeitungsphase?

  • Wie könnte man die Unternehmenskultur umschreiben?

  • Wer sind meine weiteren Vorgesetzten und Kollegen? Könnte ich davon noch jemanden kennenlernen?

  • Bin ich auch für einen Einsatz im Ausland vorgesehen?

  • Werden Weiterbildungen im Unternehmen unterstützt?

Grundregeln nicht vergessen


Bei einem Bewerbungsgespräch gibt es bestimmte Grundregeln, die immer gelten. Dazu zählen unter anderem die Pünktlichkeit und eine gute äußere Erscheinung. Auch deine Körpersprache und dein Auftreten sind wichtige Faktoren im Gespräch. Du kannst aber beruhigst sein, kaum einen lässt ein Vorstellungsgespräch kalt. Fast jeder ist nervös – egal ob Student oder Top Manager. Wir wünschen dir viel Erfolg!

Autor: Maximilian Hülsebusch

Autor: Max Hülsebusch


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