27.08.2012

Hardware is back - Start-Ups konzentrieren sich wieder mehr auf die Hardware-Entwicklung

Medium triogroup04 Die Entwicklung der smarten Uhr Pebble durch ein Start-Up ist ein Beleg für das Hardware-Revival im Silicon Valley. (Bild kickstarter.com)
Im Silicon Valley entwickelt sich derzeit eine regelrechte Hardware-Renaissance. Nach jahrelangem Fokus auf Software, Social Media Plattformen, Online-Marketing und Apps für Smartphones und Tablets entwickeln Start-Ups nun wieder mehr Hardware-Prototypen. Dabei machen die jungen Unternehmen von der Entwicklung über die Finanzierung bis hin zur Umsetzung und teilweise sogar der Produktion alles selbst. 

Doch warum gehen junge Produkt-Designer und Entwickler solche - insbesondere finanziellen - Risiken ein, anstatt bei einem der großen Unternehmen im Valley eine Karriere zu starten? 

Für diese Entwicklung - zurück zu den Wurzeln des Silicon Valleys - lassen sich gleich mehrere Gründe finden:

  1. Die Produktion von Prototypen ist deutlich billiger geworden und geht sehr viel schneller als noch vor einigen Jahren. Mit Hilfe eines 3D-Druckers lässt sich ein Prototyp, der das angestrebte Produktdesign fühlbar macht, innerhalb von nur einem Monat herstellen. Dieser erste Prototyp ist für das anwerben von Sponsoren Gold wert.

  2. Die Kosten für elektronische Bauteile sind in den letzten 20 Jahren deutlich gesunken. Der Risikofinanzier Sean O'Sullivan erklärt die Bedeutung dieser gesunkenen Kosten: "Produkte wie das iPhone haben die Kosten der einzelnen Bauteile extrem sinken lassen. Heute kann man in einer Art und Weise Geräte herstellen, die das Leben der Menschen verändern, wie es vorher nur über die Software möglich war."

  3. Die von Apple propagierte Verschmelzung von Hardware und Software findet immer mehr Anhänger. Apple wurde für seine geschlossenen Systeme, die Hardware und Software in perfekter Harmonie miteinander vereinen sollen, viele Jahrzehnte kritisiert. Der weltweit durchschlagende Erfolg von iPhone und iPad gibt der Unternehmensstrategie jedoch Recht. Immer mehr Produkt-Designer orientieren sich an der von Apple gelebten Symbiose von Hard- und Software und kopieren diese Strategie in ihren eigenen Start-Ups, um das perfekte Produkt zu erschaffen.

  4. Online-Plattformen wie Kickstarter ermöglichen Start-Ups die Finanzierung von Hardware-Projekten. Ein mustergültiges Beispiel dafür ist die Entwicklung der smarten Uhr Pebble, die von einem Start-Up in Palo Alto erfunden wurde. 68.929 Sponsoren, die sich die Uhr bzw. entsprechende Distributionspakete zu besonderen Konditionen sichern wollten, hat das Projekt durch Kickstarter dazugewonnen und damit einen Betrag von $ 10.266.846 erzielt.

Wie die New York Times kürzlich berichtete, gibt es in der US-amerikanischen Start-Up-Szene einige Anzeichen dafür, "dass die Hardware die neue Software wird". Man darf somit gespannt sein, welche revolutionären Produkte uns aus dem Geburtsort der Hightech-Industrie in den nächsten Jahre noch erwarten werden.

Autor: Maximilian Hülsebusch
Quelle: pressetext Meldung vom 27.08.2012 und kickstarter.com

Autor: Max Hülsebusch


« Zur Artikel Übersicht

Newsletteranmeldung

Durch die Anmeldung erhalten Sie den monatlichen Semica Newsletter.

Optional: Wöchentlicher Job-Newsletter mit neuen Stellenanzeigen

Wenn Sie angeben, für welche Bereiche oder Branchen Sie sich interessieren, dann bekommen Sie automatisch einen wöchentlichen, individuellen Job-Newsletter mit neuen passenden Stellen:

Funktionsbereich












Branche























Stellenangebote durchsuchen ARTIKEL ÜBERSICHT