04.02.2013

Industrie oder Beratung - Wer bietet bessere Karrierechancen für Ingenieure?

Medium student fernglas small 01 Industrieunternehmen oder Ingenieurdienstleister - Der Chancenvergleich von Lünendonk (Bild: panthermedia.net / Andres Rodriguez)
Junge Ingenieure und Hochschulabsolventen interessieren sich bei der Arbeitgeberwahl vor allem für die großen Marken-Konzerne aus der Industrie. Analysiert man jedoch die konkreten Karrierechancen in diesen Unternehmen, so müssten die führenden Anbieter von Technologie-Beratung und Ingenieurdienstleistungen eine ähnlich große Aufmerksamkeit erfahren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Ingenieurkarriere 2013: Chancenvergleich zwischen Industrie und Beratung“, die von der Lünendonk GmbH, in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Alten, Altran, Industriehansa und Randstad Professionals durchgeführt wurde.

„Zwar taucht die Anbietergruppe der Technologie-Beratungs- und Engineering-Services-Unternehmen in den Rankings der beliebtesten Arbeitgeber für Ingenieure fast gar nicht auf“, erklärt Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk GmbH. „Berücksichtigt man jedoch wesentliche Karrierefaktoren, wie die Entwicklungsdynamik, die Zahl neuer Führungspositionen oder Wartezeiten, stellen sich die objektiven Karrierechancen bei den Engineering-Anbietern sogar besser dar.“

Im Rahmen der Studie wurden wesentliche Karrierefaktoren, wie z.B. das „Wachstum der Organisation“ und die „Wartezeiten zwischen Positions- oder Abteilungswechsel“ untersucht. Analysiert wurden zudem die Berufserfahrung vor „Übernahme von Führungsaufgaben“, die Möglichkeit für einen „Wechsel zwischen Karrierepfaden“, die „Projektstrukturen“ sowie die „Vergütungsstrukturen“ und die „Internationalität“ in den Unternehmen.

Entwicklungsdynamik der Organisation

Die untersuchten Industrieunternehmen, die 2012 zu den beliebtesten Arbeitgebern für Ingenieure zählten, konnten die Anzahl der beschäftigten Ingenieure in den Jahren 2010 und 2011 um durchschnittlich 5,8 Prozent steigern. Damit erreichten sie ein Mitarbeiterwachstum, das deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Wirtschaft liegt.

Die führenden Ingenieurdienstleister und Technologie-Beratungen wachsen jedoch um ein Mehrfaches schneller. So konnten die, für diese Studie befragten Dienstleister in den Jahren 2010 und 2011 um durchschnittlich 16,4 Prozent wachsen. Dieses überdurchschnittliche Wachstum basiert bei den Engineering-Unternehmen auf den Strukturen des gehobenen Mittelstandes. Die meisten der befragten Anbieter beschäftigten im Jahr 2012 deutschlandweit durchschnittlich mehr als 1.400 Mitarbeiter.  

Eng verknüpft mit der Wachstums- und Entwicklungsdynamik eines Unternehmens sind auch die Wartezeiten, bevor ein Ingenieur seine Position oder seine Abteilung wechselt. Die durchschnittliche Verweildauer auf einer Position bei den analysierten Industrieunternehmen beträgt beispielsweise mehr als sechs Jahre. Bei den Beratungs- und Engineering-Unternehmen sind es hingegen nur drei Jahre. Die führenden Engineering-Anbieter ermöglichen demnach größere Chancen, die eigene Karriere schnell voranzutreiben. 

Grundlage für die Lündendonk-Studie war die Befragung von 26 Industrieunternehmen - aus der Liste der 100 beliebtesten Arbeitgeber für Ingenieure des Trendende Instituts aus dem Jahr 2012 - sowie 17 führende Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services.  

Die komplette Lünendonk® Trendstudie „Ingenieurkarriere 2013: Chancenvergleich zwischen Industrie und Beratung“ ist ab sofort verfügbar und kann über die Webseiten der Studienpartner kostenlos abgerufen werden. (www.Alten-engineering.com, www.Altran.de, www.Industriehansa.de, www.Randstad-Professionals.de)  

Redaktion: Maximilian Hülsebusch
Quelle: Presse-Information der Lünendonk GmbH vom 28.01.2013

Autor: Max Hülsebusch


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