24.07.2012

Ingenieurdienstleister wachsen weiter und sehen keine Bedrohung durch Ingenieurmangel

Medium hluerssen 5818126 Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk GmbH, stellte die aktuelle Lünendonk-Studie Anfang Juli in München vor. (Bild: Lünendonk)
Die Automobilindustrie gilt als Wachstumsmotor für Ingenieurdienstleistungen in Deutschland. Trotz der unsteten Wirtschaftslage im Euroraum rechnen die Unternehmen für das Jahr 2012 mit einem Marktwachstum von 8,4 %. Die Inlandsumsätze konnten im Vergleich zum Vorjahr um 21,8 % steigen.

Das sind nur zwei der Ergebnisse der aktuellen Lünendonk-Studie "Führende Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland", die Anfang Juli in München der Presse vorgestellt wurde und im August veröffentlicht wird.

Anlässlich der Präsentation dieser Studie waren drei der befragten Engineering Dienstleister (Altran, IndustrieHansa, Randstad Professionals) in München vertreten und standen den Journalisten und Branchenexperten Rede und Antwort. 

Besonders interessant war dabei die Diskussion, die sich rund um das Thema "Ingenieurmangel in Deutschland" drehte. Dieser bereitet den international aufgestellten Engineering Dienstleistern nämlich keine wirkliche Sorge. So sei der Ingenieurmangel höchstens ein temporäres nationales und kein internationales Problem. Beispielsweise bringen die Universitäten in China jährlich ca. 500.000 bis 600.000 gut ausgebildete Ingenieurabsolventen hervor, die für die Dienstleistern als potentielle Mitarbeiter durchaus in Frage kommen. 

Dennoch sind die Ingenieurdienstleister sehr darum bemüht, sich bei jungen deutschen Ingenieuren und Hochschulabsolventen als potentielle Arbeitgeber ins Gespräch zu bringen. Geschenkt wird den deutschen Ingenieurabsolventen jedoch nichts. Aufgrund der internationalen Konkurrenzsituation unter den Absolventen, müssen sich deutsche Studenten - wie alle anderen auch - zuerst in Bewerbungsgesprächen und Assessments bewähren.

Die Unternehmen bieten nach eigenen Angaben die perfekte Karrieremöglichkeit für jede Lebenslage. Als Youngster profitiert man von der großen Abwechslung; man kommt viel rum und lernt die verschiedensten Hersteller-Unternehmen und Branchen näher kennen. Nach der "Sturm und Drang"-Zeit bieten die Dienstleister ihren Mitarbeitern nach Möglichkeit Werksverträge an, um ihnen mehr Stabilität für die Gründung einer Familie zu ermöglichen. Bei den Mitarbeitern über 55 Jahren wird die Option in Aussicht gestellt, als Freelancer für das Unternehmen tätig zu sein. In der Praxis gelingt den Dienstleistern die Umsetzung dieses Muster-Werdegangs noch nicht zu 100 %. Insbesondere die Altersgruppe über 55 Jahren ist bei den Dienstleistern mit 7,5 % der Belegschaft nur schwach vertreten.

Die Arbeitgeberattraktivität bleibt somit eine Herausforderung, derer sich die Ingenieurdienstleister auch den kommenden Jahren weiterhin stellen müssen.

Mehr Informationen zur Lünendonk-Studie erhalten Sie hier.

Autor: Maximilian Hülsebusch

Autor: Max Hülsebusch


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