23.08.2012

K.o.-Kriterien für Bewerber: Der Fehler steckt oft im Detail

Medium bewerbung lebenslauf small Bei Anschreiben und Lebenslauf steckt der Fehler oft im Detail. Deshalb: Zeit lassen und unbedingt Korrektur lesen! (panthermedia.net / ginasanders)
Worauf achten Personalchefs und HR-Referenten bei einer eingehenden Bewerbung? In erster Linie interessieren sie sich für das fachliche Know-how und die Erfahrung des Bewerbers. Diese Fakten lesen sie meist aus dem tabellarischen Lebenslauf heraus, in dem die einzelnen beruflichen Stationen und abgeschlossenen Projekten aufgelistet werden. Das Anschreiben wird oftmals erst nach dem ersten Blick auf den Lebenslauf gelesen.

Sowohl beim Lebenslauf als auch beim Anschreiben kommt es den Recruitern jedoch nicht nur auf den Inhalt an. Es sind scheinbar kleine Details, die auch für eine fachlich gute Bewerbung das Aus bedeuten können. Welche K.o.-Kriterien das sind, wollte das österreichische Jobportal karriere.at genauer wissen und befragte 264 Unternehmen zu den absoluten No-Gos einer Bewerbung.

Auf Platz 1 stehen die Kriterien Tippfehler, schlampige Aufmachung und Unübersichtlichkeit. Zwei Drittel der befragten Recruiter sortieren Bewerbungen, auf die einer (oder mehrere) dieser Faktoren zutrifft, sofort aus. Ebenfalls unbeliebt sind Standardtexte aus dem Internet. Jeder fünfte Arbeitgeber hat ein Problem damit, wenn sich Anschreiben und Lebenslauf nicht direkt auf sein Unternehmen und die entsprechende Position beziehen. Ein weiteres Ausschlusskriterium können unkommentierte Lücken im Lebenslauf sein. 12 % der Unternehmen lehnen in einem solchen Fall die Bewerbung ab. Ein fehlendes Foto ist jedoch nur für 3 % der Befragten ein sofortiger Absagegrund.

Das sind alles vermeidbare Fehler, die in vielen Fällen nur dadurch entstehen, dass Bewerbungen zu hastig abgeschickt und nicht mehr ordentlich Korrektur gelesen werden. Es ist wichtig sich für jede einzelne Bewerbung genügend Zeit zu reservieren und die Antworten auf die grundlegenden Fragen zu kennen:
  • Was ist die Kernaufgabe der Position, auf die ich mich bewerbe?

  • Warum bin gerade ich der Richtige für diese Position?

  • Welche Informationen sind mir über das Unternehmen bereits bekannt?

  • Ist mein Lebenslauf wirklich auf dem neuesten Stand?

  • Welche meiner bisherigen Projekt und Projekterfolge sind für dieses Unternehmen besonders interessant?
Nach Beantwortung dieser Fragen und Fertigstellung der Bewerbung sollten mindestens zwei Familienmitglieder oder Freunde die Bewerbung unabhängig voneinander durchlesen und auf eventuelle Fehler in der Rechtschreibung, Grammatik oder der Struktur prüfen.

Fakt ist, dass Bewerbungen nach wie vor gewissen Standards entsprechen müssen, um nicht sofort auf dem "Absage"-Stapel zu landen. Während sich im alltäglichen E-Mail Verkehr oftmals Abkürzungen (z.B. FYI oder LG) und Grammatikfehler (Stichwort "Groß- und Kleinschreibung") einschleichen, sind diese vermeidbaren Fehler bei Bewerbungen - auch wenn sie online eingereicht werden - absolut tabu.



Autor: Maximilian Hülsebusch


Autor: Max Hülsebusch


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