22.03.2016

Kein Schweinezyklus in Sicht: Ingenieure wieder stärker gesucht

Der Arbeitsmarkt in den Ingenieurberufen hat wieder spürbar angezogen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Ingenieurmonitor von VDI und dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).

Medium vdiiw VDI-/IW-Ingenieurmonitor 4. Quartal 2015: Mehr Stellen und weniger Arbeitslose in Ingenieurberufen (Bild: Thomas Ernsting / LAIF)

Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Anzahl der offenen Stellen im vierten Quartal 2015 um  10,6 Prozent auf 63.530 gestiegen, meldet der VDI. Gleichzeitig gab es 27.433 Arbeitslose (1,6 Prozent) weniger Arbeitslose in dieser Berufskategorie zu beklagen.

Auch beim Thema Beschäftigung „eilt der Ingenieurarbeitsmarkt von Rekord zu Rekord“, schreibt der VDI.  Im zweiten Quartal 2015 seien mit 836.514 so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie noch nie zuvor in Ingenieurberufen zu verzeichnen gewesen. Trotz kräftig gestiegener Absolventenzahlen „existieren also keinerlei Anzeichen für einen eventuellen Schweinezyklus“ in den Ingenieurberufen.

Insgesamt gab es den neuen Zahlen zufolge im vierten Quartal des Jahres 2015 im Schnitt 63.530 Vakanzen im Monat. Bezogen auf die Zahl der Erwerbstätigen in Ingenieurberufen entspricht dies einer Quote von 5,2 Prozent. Dieser Wert liegt damit deutlich höher als der Anteil der jährlich altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Erwerbstätigen in Ingenieurberufen. Das deutet laut VDI/IW darauf hin, dass die Arbeitgeber einen weiteren Stellenaufbau in den Ingenieurberufen planen. 

Rund ein Drittel (21.100) aller offenen Stellen entfiel im vierten Quartal 2015 auf den Schwerpunkt Bau, Vermessung, Gebäudetechnik, Architekten. Wie bereits in den vier Vorquartalen hat diese Berufsgruppe damit die Ingenieurberufe der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, die mit 15.180 Vakanzen die zweithöchste Nachfrage aller Ingenieurberufskategorien erreichte, von dem Spitzenplatz bei der Arbeitskräftenachfrage abgelöst. Eine ebenfalls hohe Nachfrage bestand weiterhin in den Sektoren Energie-und Elektrotechnik (13.030) sowie Technische Forschung und Produktionssteuerung (10.080).

Der Großteil der offenen Stellen in Ingenieurberufen entfällt auf die bevölkerungsreichen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Sie vereinen 55,1 Prozent aller Vakanzen. In sämtlichen regionalen Arbeitsmärkten ist die Anzahl der offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen, am stärksten in Berlin/Brandenburg (+21,8 Prozent) und Sachsen (+16,9 Prozent).


Autor: Corinne Schindlbeck


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