21.04.2011

Physik-Bachelor? Nein, Danke!

Medium panthermedia physik bachelor (panthermedia.net / Heidi Reindl)

Die Industrie kämpft derzeit mit einer "Ingenieurlücke" von ca. 65.000 Personen. Dennoch akzeptiert die deutsche Wirtschaft den Bachelor-Abschluss in vielen MINT-Berufen noch nicht als einen vollwertigen, berufsqualifizierten Abschluss.


Dies wird nun durch eine aktuelle Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) gestützt.

Im Rahmen der Umfrage wurden 28 große und mittelständische Unternehmen befragt, wie sie den Physik-Bachelor bzgl. Einstellungschancen, Einsatzbereiche und Karrieremöglichkeiten einschätzen.  Das Ergebnis zeigt, dass die Nachfrage nach Absolventen eines Physik-Bachelorstudiums verschwinded gering ist. Physiker mit einem Diplom- oder Master-Abschluss brauchen sich um eine geeignete Stelle hingegen weniger Sorgen machen.

Im Allgemeinen sind die Unternehmen gut über den Ablauf des Bachelorstudiums informiert und stufen die dort vermittelten Kenntnisse für das Berufsleben als "unvollständig" ein. Die befragten Firmen sind sich einig, dass der Bachelor-Abschluss lediglich als eine Vorstufe auf dem Weg zum Master-Abschluss gesehen werden sollte.

Größere Unternehmen bringen sich bei diesem Schritt bereits aktiv mit ein, indem sie Förderungsprogramme anbieten, die die Bachelor-Absolventen praxisnah bis zum Masterabschluss begleiten sollen.

Zum Fazit der Studie äußerte sich der DPG-Präsident Wolfgang Sandner wie folgt: "Die DPG unterstützt ausdrücklich die Bologna-Reform. Der hierfür erforderliche Umbau des Hochschulsystems ist allerdings kein abgeschlossener, sondern ein voranschreitender Prozess, bei dem alle Beteiligten, die Politik, die Hochschulen, die Industrie und die Studierenden aufeinander zugehen und voneinander lernen müssen."


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