20.02.2012

SIPLACE und FAPS - Facebook-Generation trifft auf SMT-Innovationsführer

Medium asm siplace
Im Rahmen des Praktikumsprojekt Industrielle Entwicklung der FAPS (Lehrstuhl für Fertigungsautoma-tisierung und Produktionssystem-atik) an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen haben sich sieben Studenten aus unterschiedlichen Studienbereichen dieses Jahr mit dem Thema „Verbesserung der Maschinenbedienbarkeit“ auseinandergesetzt. Ohne vorherige Einführung sollten sie sich an der Fehlerbehebung an den SIPLACE Maschinen von ASM Assembly Systems versuchen, um dann ein Konzept zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit zu erstellen. Nach acht Wochen und zwei Testläufen an den Maschinen mit simulierten Fehlerprogrammen stellten die Studenten in zwei Gruppen ihre Ergebnisse in den SIPLACE Headquarters in München vor. Maximilian Reiter, Florian Endres, Fabian Temme und Claudius Schönlau bildeten zusammen eine Gruppe und erstellten eine neue Benutzeroberfläche für den SIPLACE GUI mit Visual Basic. Mit SIPLACE Pressechefin Susanne Oswald sprachen sie über ihre Erfahrungen während des Projekts.

Susanne Oswald: Wieso habt ihr euch für das Projekt entschieden?

Maximilian: Natürlich hatten wir bei einer Teilnahme Vorteile an der Uni: die Stunden wurden uns für unsere Studiengänge angerechnet und außerdem passte die Thematik gut: wir kommen aus den Bereichen Produktionstechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik.

Fabian: Es war aber auch einmal eine schöne Abwechslung: immerhin ist der Großteil unseres Studiums sehr theoretisch. Einen Praxisbezug haben wir leider viel zu selten und das Thema klang sehr interessant.

Claudius: Toll war aber auch die Möglichkeit, sich einmal richtig einzubringen, also dass die Vorschläge vielleicht sogar zu einem Ergebnis führen und in den SIPLACE Automaten weiter verarbeitet werden. Das ist dann auch über das Studium hinaus reizvoll.

Wie habt ihr euch dann gefühlt, als ihr das erste Mal vor der Maschine standet? Wie habt ihr die Probleme bewältigt?


Claudius:
 Wir hatten zwei ganz unterschiedliche Bediener. Einer war eher vorsichtig und wollte nichts falsch machen und der andere hat sich sofort über die Maschine hergemacht und erst einmal alle Knöpfe gedrückt.

Florian: Ich hab mich eher ein bisschen verloren gefühlt und deshalb genau aufgepasst. Immerhin wurden wir ins kalte Wasser geworfen! Ganz ohne Einführung sollten wir diese komplexe Maschine bedienen, da will man natürlich nichts kaputt machen.

Fabian: Ich war der Meinung „Das läuft schon.“ Also habe ich ein bisschen herumprobiert und wenn ich mit den Anleitungen an der Maschine nicht zurecht gekommen bin, dann habe ich einfach auf eigene Faust versucht, den Fehler zu beheben. Manchmal musste mir dann aber auch der uns zur Seite gestellte Servicetechniker zu Hilfe kommen.

Maximilian: Am Ende hatten dann aber beide doch die gleichen Probleme. Wir haben einfach gemerkt, dass an der einen oder anderen Stelle die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine noch verbessert werden könnte.

Wie habt ihr nach den Testläufen eure Ergebnisse ausgewertet?


Florian: Das war schon ein Stück Arbeit. Nach den Testläufen mussten wir ziemlich viele Dinge auf einmal organisieren und es gab dabei viel Neues, das wir lernen mussten: erstmal mussten wir uns natürlich mit den SMT Grundlagen vertraut machen. Und dann stand noch die Frage im Raum, wie wir so ein großes Projekt überhaupt angehen und wo wir am besten anfangen.

Claudius: Außerdem wollten wir auch eine gute Präsentation und einen interessanten Vortrag abliefern. Für unser Projekt haben wir auch ein wenig programmiert, was viel Organisation und Koordination untereinander gefordert hat.

Fabian: Manche Punkte kannten wir schon aus der Uni: richtig präsentieren und vortragen wird praktisch vorausgesetzt. Und bei den technischen Angelegenheiten war das SMT-Handbuch des SIPLACE Teams eine große Hilfe und hat uns ans Thema SMT schnell und verständlich herangeführt.

Florian: Bei der Koordination mussten wir uns dann allerdings doch selbst zu helfen wissen. Meistens haben wir uns dann einfach über den facebook Chat zu viert abgesprochen und Treffen ausgemacht.

Wie war die Präsentation vor den Experten? Wart Ihr aufgeregt?


Claudius: Eigentlich nicht, obwohl wir überrascht waren, wie viele Zuhörer wir hatten! Ich glaube, es waren vierzehn oder fünfzehn SIPLACE Entwickler und Techniker von ASM AS, die sich die Zeit genommen haben. Das ist dann schon toll, zu sehen, dass so ein reges Interesse an dem Projekt bei ASM herrscht. Man fühlt sich und seine Arbeit wirklich wertgeschätzt.

Florian: Die Präsentation war klasse. Das war aber auch kein Wunder, so offen und kollegial wie das SIPLACE Team ist. Wir haben von Anfang an viel Unterstützung von ihnen bekommen und hatten Zwischenmeetings und immer einen Ansprechpartner, der Fragen beantwortet hat und Material parat hatte. Das war echt eine super Erfahrung.

Maximilian:  Ja, und vor allem haben wir das Gefühl, dass unsere Ergebnisse auch weiter verwendet werden, nachdem das Projekt vorbei ist. Das war die Mühe dann echt wert.

Was habt ihr aus dem Projekt mitgenommen? Gab es neue, besondere Erfahrungen?


Fabian:
 Wir haben viel Methodik gelernt, so wie: Wie gehe ich so ein Projekt an? Wie gliedere ich die Präsentation und den Vortrag? Das wird uns allen im Uni-Alltag und auch später wirklich nützlich sein.

Florian: Außerdem haben wir bei ASM einen neuen, sehr interessanten Bereich kennengelernt. Ich könnte mir schon vorstellen, noch einmal tiefer in die SMT-Thematik einzusteigen.

Claudius: Es war schon toll, einfach mal zu machen. Die Zusammenarbeit und die verschiedenen Meetings waren eine willkommene Abwechslung zur Theorie. Und wir wurden bei ASM ernst genommen, das hat uns noch zusätzlich angespornt. Ich habe wirklich den Eindruck, unsere Tipps für die Verbesserung der Kommunikation ‚Mensch-Maschine’ ist auf fruchtbaren Boden gefallen!

Autor: Max Hülsebusch


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