12.06.2012

Umfrage von Gulp: Luftblasen und Trends der IT-Branche 2012

Medium it luftblasen des jahres 2012 Luftblasen und Trends in der IT-Branche 2012 (Quelle: Gulp)
GULP - eine Personalagentur und Projektbörse für IT und Engineering - hat insgesamt 459 Freiberufler, Projektanbieter und Einkäufer aus dem IT-/Engineering Markt in Deutschland und der Schweiz dazu befragt, welche Themen sie für einen IT-Trend bzw. einen IT-Flop halten.

Luftblase Nr. 1: Verwaltung der Vielfalt an Media-Tablets 

Die Verwaltung der Vielfalt an Tablet-PCs hielten 62,2 % der Befragten für eine Luftblase, die nicht weiter ernst zunehmen sei. 2012 sollen, laut einer Prognose des Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner, weltweit ca. 119 Millionen Tablets an Endverbraucher verkauft werden. Für das Jahr 2015 rechnet Gartner jedoch bereits damit, dass 35 Prozent aller verkauften Tablets auf Unternehmen entfallen. Aktuell hat dieses Thema im alltäglichen IT-Projektmarkt jedoch noch keine hohe Priorität. 

Luftblase Nr. 2: Internet der Dinge 

Das Internet der Dinge halten 60,9 Prozent der Teilnehmer derzeit für eine Luftblase. Unter dem Internet der Dinge versteht man eine Kommunikation von physischen Gegenstände via Sensoren mit dem Internet. Ein Beispiel ist die Near Field Communication (NFC). Mittels dieser Technologie können Daten kontaktlos übertragen werden, beispielsweise zwischen EC-Karten und Kassensystemen oder Handys und Ticketautomaten. Erste Pilotprojekte sind bereits im Einsatz, doch bis zur Durchdringung des Markets, wird es noch dauern.

Luftblase Nr. 3: Kontextuelle und soziale Benutzererlebnisse 

44,3 % der Befragten nehmen die "kontextuellen und sozialen Benutzererlebnisse" ernst. Unter diesem Trend versteht man Applikationen, die mittels sozialer Informationen über Umgebung und Aktivitäten eines Users, die zu ihm passenden Inhalte oder Produkte anbieten. 

Luftblase Nr. 4: Next Generation Analytics & Business Intelligence 

55,2 % der Umfrageteilnehmer halten die "Next Generation Analytics & Business Intelligence" derzeit für weniger wichtig. Die Analysten von Forrester und Gartner erwarten jedoch, dass sich insbesondere größere Unternehmen in Zukunft verstärkt um dieses Thema bemühen werden. Bei der Next Generation Analytics geht es darum, unternehmensrelevante Erkenntnisse aus der Datenanalyse zu gewinnen. Ausgewertet werden zudem auch komplexere Daten (z.B. Web 2.0 Daten, wie z.B. Videos), die mit den klassischen Datenquellen wie Telefonaten oder Transaktionen zusammengeführt werden müssen. 

Luftblase Nr. 5: SaaS & XaaS verändern IT-Liefermodell 

Software-as-a-Service (SaaS) und PaaS (Platform-as-a-Service) werden nur von knapp der Hälfte der Befragten als Luftblase betrachtet. Glaubt man den Analysen der Beratungshäusern steckt hinter diesem Trend jedoch viel Potential: SaaS und PaaS werden sich künftig verstärkt durchsetzen, das IT-Liefermodell verändern und weitere Bereiche durchdringen, sodass bald von Everything-as-a-Service (XaaS) gesprochen werden kann. Für Enterprise-Architekten bedeutet das, dass sie unterschiedliche Anwendungen und Cloud-Services integrieren müssen, die auf den Bedarf der einzelnen Nutzer zugeschnitten sind. 

Unentschieden: App Stores & Marketplaces im Geschäftsumfeld 

Die Hälfte der Umfrageteilnehmer hält App Stores & Marketplaces im Geschäftsumfeld für eine Luftblase, die andere Hälfte nimmt den Trend durchaus ernst. Gartner prognostiziert, dass App Stores - vor allem von Apple und Android - bis 2014 jedes Jahr mehr als 70 Milliarden Downloads verzeichnen werden. Der Download von Apps ist nicht mehr nur für den Endverbraucher ein wichtiges Thema, auch im Geschäftsumfeld nimmt die Relevanz deutlich zu. 

Trend Nr. 1: In-Memory-Computing in Server-Umgebungen

Der Trend "In-Memory-Computing in Server-Umgebungen" wird von 62,6 % der Teilnehmer ernst genommen. Flash Memory wird in eingebetteten IT-Systemen bereits seit Längerem verwendet. Die Vorteile seien nun auch auf die Server-Umgebungen anwendbar. Wer In-Memory-Anwendungen nutzt, profitiert von einer besseren Performance und Skalierbarkeit, von einer geringeren Latenz- und einer schnelleren Response-Zeit. Speicherintensive Hardware-Plattformen werden bis nächstes Jahr im Preis steigen; spätestens dann ist die Zeit des In-Memory-Computing gekommen. 

Trend Nr. 2: Strategie für Cloud Computing 

Eine "Strategie für Cloud Computing" zählt für 36,7 % der Befragten zu den wichtigsten IT-Trend des Jahres. Nach Bitkom-Schätzung wird sich der Umsatz mit Cloud-Services für Privat- und Geschäftskunden bis zum Jahr 2015 in Deutschland auf rund 13 Milliarden Euro mehr als verdreifachen. Nach der ersten Testphase stehen Unternehmen nun vor der Herausforderung, sich für eine langfristige und sichere Cloud-Strategie zu entscheiden. 

Trend Nr. 3: Mobil-zentrierte Anwendungen und Interfaces 

Der Trend von "Mobil-zentrierte Anwendungen & Interfaces" wird von 67,7 Prozent der Teilnehmer ernst genommen. Die Marktforscher von Gartner prognostiziert, dass das traditionelle User-Interface mit Fenstern und Icons aussterben wird. An seine Stelle treten mobilzentrierte Schnittstellen, die auf Berührung, Gesten, Stimme und Video reagieren. Mobile Webtechnologien, so Gartner, werden bis 2015 so weit fortgeschritten sein, dass bereits die Hälfte der Anwendungen, als Web-Applikationen programmiert werden können. Die Fähigkeit, das User-Interface "mobil" zu gestalten, wird also gefragt sein.

Trend Nr. 4: Server mit niedrigstem Energieverbrauch 

Auf Platz eins der IT-Trends 2012 stehen die "Server mit niedrigstem Energieverbrauch". Nur 27,0 Prozent der IT-Experten halten diesen Trend für eine Luftblase. Niedrig-Energie-Server drängen auf den Markt und sind auf entsprechenden Niedrig-Energie-Prozessoren aufgebaut, die man üblicherweise in mobilen Endgeräten vorfindet. Dieser neue, energiesparende Ansatz ist laut Gartner gut für weniger rechenintensive Aufgaben geeignet, wie zum Beispiel die Auslieferung statischer Objekte an eine Webseite.
Autor: Maximilian Hülsebusch
Quelle: Pressemitteilung GULP Information Services GmbH - Juni 2012

Autor: Max Hülsebusch


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