22.11.2012

USA: Weniger Jobs in der Fertigung, mehr Jobs in Forschung Entwicklung

Medium produktion small Produktionsanlagen werden zunehmend automatisiert. Die Beschäftigungszahlen sind rückläufig. (panthermedia.net / Eric Middelkoop)
Die Fertigungsindustrie zählt in den USA zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Der Industrie-Sektor treibt die Produktivität voran, hebt den Lebensstandard der Menschen und beinhaltet einige der größten Arbeitgeber des Landes.

Wie ein Bericht der internationalen Unternehmensberatung McKinsey erklärt, ist dieser Sektor zwar überaus dynamisch, verliert aber zunehmend an Einfluss als Arbeitgeber für die Massen.

Rückläufige Beschäftigungszahlen in der Fertigung

"Die Fertigungswirtschaft leistet einen außerordentlichen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Produktivität steigt und Prosperität wird generiert. Die Beschäftigungszahlen gehen allerdings seit Jahren zurück", sagt James Manyika, Co-Autor der oben erwähnten Studie.

Das Erfolgsrezept der Fertigungswirtschaft liegt in einer konsequenten Weiterentwicklung von effizienten Technologien und einer zunehmenden Automatisierung. Die Wirtschaft profitiert von diesen industriellen Innovationen maßgeblich, der Arbeitsmarkt leidet hingegen darunter. Insbesondere die Zahl der Arbeiter mit einer durchschnittlichen oder niedrigen Ausbildung nimmt in den modernen Fabriken weiter ab. Das klassische Berufsbild des Fabrikarbeiters wird durch die automatisierten Maschinen verdrängt.

Wirtschaftlich gesehen, bescheinigt McKinsey der industriellen Produktion jedoch die bekannte Erfolgsgeschichte. 20 % des weltweiten Wirtschaftswachstums gehen in den 2000er Jahren beispielsweise auf das Konto der Produktionswirtschaft. Der Beitrag zum globalen Produktivitätswachstum liegt zwischen 1995 und 2005 bei 37 %. Und trotz des erwähnten Rückgangs arbeiten immer noch 24 % der Berufstätigen in den volkswirtschaftlichen Industrieländern in der Produktion und Fertigung.

Forschung & Entwicklung gewinnt weiter an Bedeutung

Auch im Fertigungsbereich der Automobilindustrie sind diese Arbeitsmarktentwicklungen zu beobachten. Ferdinand Dudenhöffer, Automobilexperte der Universität Duisburg-Essen, erklärt:  "Der Automatisierungstrend geht weiter. Im Automotive-Produktionsbereich wird es in Zukunft immer weniger Stellen geben. Gleichzeitig nimmt aber die Zahl an Beschäftigten in den F&E-Abteilungen der Unternehmen zu."

Entwickler, Vertriebsingenieure, Marketing-Experten und Designer sind für die produzierenden Unternehmen auch in Zukunft unverzichtbar. Automatisierte Maschinen können zwar bestimmte Teile zuschneiden, montieren oder lackieren. Einen funktionierenden Schaltkreis zu entwerfen oder ein neues Design zu erschaffen ist ihnen aber ohne menschliche Hand unmöglich.



Autor: Maximilian Hülsebusch
Quelle: Basierend auf einer Pressemeldung von Pressetext vom 22.11.2012


Autor: Max Hülsebusch


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