05.04.2016

Vielschichtig und vertriebslastig

Ihr potenzieller Arbeitgeber handelt mit Displays oder elektromechanischen Bauelementen? Michael Krenn erklärt, warum der Arbeitsmarkt im Bereich Elektronische Komponenten heterogen ist und auch ohne Ingenieursstudium viele Chancen bietet.

Medium bauelement Arbeiten beim Komponentenhersteller ist in Deutschland ist häufig vertriebslastig, das Headquarter nicht in Deutschland.

Aktive, passive und elektromechanische  Bauelemente oder auch Displays finden sich in vielen Endapplikationen wieder. Wer beim Zulieferer arbeitet, lernt viele dieser Märkte kennen: Industrieelektronik, Medical, Automotive, Communication oder auch Consumer, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch ohne Ingenieursstudium bieten sich im Bereich der elektronischen Komponenten viele spannende Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, sofern der Kandidat technikaffin und engagiert ist. 

Viele der Komponentenhersteller haben ihr Headquarter im Ausland. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Funktionen in Deutschland eher vertriebslastig und nahe am Kunden ausgelegt ist. Typischerweise werden Profile wie Key Account Manager, Field Sales Engineer, Field Application Engineer, Product-Marketing Engineer oder Customer Quality Engineer gesucht. 

Die einzelnen Marktsegment sind dabei vielschichtig und ihren eigenen Gesetzen unterworfen. Ein Wechsel aus dem einen in den anderen ist nicht zuletzt eine Typ-Frage:  So wird jemand, der die Dynamik des Halbleitervertriebs schätzt, nicht auf die Idee kommen, in den etwas behäbigeren Passiv-Bereich zu wechseln. Der Bereich „PEMCO“ (passiv / elektromechanisch)  ist insgesamt konservativer und weniger akademisch, in der Halbleiterindustrie hingegen dominieren hohes Tempo wie hoher technischer Anspruch gleichermaßen. Für Fachkräfte ohne Ingenieurtitel ist es somit leichter,  bei den PEMCOs Fuß zu fassen. 

Das ist in der Halbleiterindustrie, die derzeit durch Übernahmen und Merger gekennzeichnet ist,  eher die Ausnahme. Ohnehin schreiben die Firmen, die von Zusammenlegung betroffen sind, gerade keine größeren Jobkontingente aus. Verständlich: Merger machen selten mit Personalaufbau sondern eher mit – abbau durch Doppelbelegung von sich reden, daher sind größere Neueinstellungen in der Halbleiterindustrie aktuell eher die Ausnahme. 



Thumb bw 5x7

Autor: Michael Krenn

Michael Krenn ist Projektleiter bei Schuh-Eder Consulting


« Zur Artikel Übersicht

Newsletteranmeldung

Durch die Anmeldung erhalten Sie den monatlichen Semica Newsletter.

Optional: Wöchentlicher Job-Newsletter mit neuen Stellenanzeigen

Wenn Sie angeben, für welche Bereiche oder Branchen Sie sich interessieren, dann bekommen Sie automatisch einen wöchentlichen, individuellen Job-Newsletter mit neuen passenden Stellen:

Funktionsbereich












Branche