01.06.2016

Vor dem MINT-Studium Mathe pauken

Wer ein naturwissenschaftliches oder technisches Fach studieren möchte, kommt an Mathe nicht vorbei. Die RWTH Aachen und die TU Braunschweig haben einen Onlinekurs entwickelt, mit dem Mathematikkenntnisse zu Beginn des Studiums einheitlich auf ein studierfähiges Niveau gehoben werden sollen.

Medium panthermedia physik bachelor Der Mathematik-Brückenkurs „OMB+“ soll die Mathematikkenntnisse vor dem Studium auffrischen

Für einen optimalen Start in das Studium eines der sogenannten WiMINT Fächer – die Ingenieur-, Wirtschafts- und Naturwissenschaften sowie Informatik und Mathematik – haben die RWTH Aachen und die TU Braunschweig mit zwölf weiteren Universitäten und Fachhochschulen, unter anderem der FH Aachen, ein neues deutschlandweites Angebot entwickelt. Der Online Mathematik Brückenkurs „OMB+“ soll die Mathematikkenntnisse der Schule auffrischen, Sicherheit beim Umgang mit mathematischen Konzepten geben und die Anwendung grundlegender Verfahren vermitteln. In den Bereichen, in denen die Hochschulen bei Studienanfängern Defizite erkannt haben, vermittelt der OMB+ die Mathematikkenntnisse, die für das Studium gebraucht werden.

Die TU9, die Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland, hat das digitale Angebot nun anerkannt. Inhaltlich richtet sich der Kurs nach dem von der COSH-Gruppe aus Baden-Württemberg erstellten Mindestanforderungskatalog für das Hochschulstudium eines WiMINT-Fachs aus. „Wir haben es mit dem Kurs erstmalig mit führenden Hochschulen geschafft, unter der Federführung von TU9, der Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland, deutschlandweit Standards für alle Studienfächer, in denen Mathematik eine Rolle spielt, zu definieren“, erläutert der Mathematik-Professor und RWTH-Prorektor für Lehre Aloys Krieg.

Das Angebot ist frei online verfügbar, jede teilnehmende Hochschule kann es den eigenen Studieninteressierten zur Verfügung stellen. 25 Hochschulen sind bislang Teil des Netzwerks, weitere sollen folgen. „Das Alleinstellungsmerkmal ist, dass der Kurs nicht nur aus dem E-Learning-Material besteht, sondern dass studentische Hilfskräfte und wissenschaftliche Mitarbeiter zusätzlich unterstützen, und das sieben Tage die Woche“, erläutert Krieg. Täglich von 10 bis 20 Uhr stehen die Tutorinnen und Tutoren per Telefon, Skype, Chat oder E-Mail zur Verfügung. Sie beantworten Fragen, moderieren die Arbeitsgruppen und Foren, verfolgen Diskussionen wie Lösungswege und korrigieren Fehler. 

 „Wir möchten auch Studieninteressierten, die in Mathe noch nicht so weit sind, die Chance geben, dass sie erfolgreich im Studium bestehen“, so Krieg. Der Kurs besteht aus erklärenden Texten mit Beispielen, interaktiven Bildern, Übungen und Tests, mit denen die Teilnehmenden ihr Wissen selbst prüfen können. Er ist modular aufgebaut, die Arbeitsweise eigenständig und flexibel. Zudem ist der Kurs auch auf Englisch verfügbar. Nach einem Abschlusstest erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat.



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