21.12.2016

Wer bin ich? Was will ich?

Das Jahr neigt sich dem Ende. Wie immer, ist es rasend schnell vergangen. Unsere Industrie agiert mit einem unheimlich hohen Tempo. Kaum jemand, der in unserem Umfeld der Elektronik, die anfallenden Aufgaben innerhalb einer 40 Stunden Woche schafft. Zeitgleich verändern Rahmenbedingungen (Merger, Technologieänderungen, neuer Chef usw.) oft die ursprünglich vereinbarte Stellenbeschreibung und auch Unternehmenskulturen. Zeit, mal inne zu halten und nachzudenken! Mehr:

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Silvester steht vor der Tür! Haben Sie schon Ihre guten Vorsätze für 2017  für sich definiert? Oder denken Sie darüber schon gar nicht mehr nach,  weil Sie glauben, es kommt sowieso anders? Nun: Ich würde Ihnen schon empfehlen, mal ein wenig Bestandsaufnahme zu machen. 

So richtig bewusst, dass das wichtig ist,  ist mir dies  wieder bei der letzten Vorbereitung für meinen Impuls Vortrag bei der COG (Component Obsolescence Group) Deutschland e.V. geworden. Eines der Themen war,  das Berufsbild eines Obsolescence Managers etwas zu durchleuchten. Eine erste Analyse hierfür bei gängigen Jobportalen hat ergeben, dass von dieser „Spezies Mensch“  aktuell in Deutschland nur 33 Personen gesucht werden. Im Gegensatz zu Hardware-Entwicklern.

30856 offenen Positionen für Hardware-Entwickler sind bei einem einzigen Portal ausgeschrieben!

Haben Sie diesen Schnell-Check in letzter Zeit mal für Ihre aktuelle Funktion gemacht? Machen Sie es, denn dann wissen Sie sehr schnell, ob Sie in den Unternehmen gebraucht werden, ob Ihr skill-set zukunftsträchtig ist oder ob Sie – für Ihre eigene Sicherheit – hier tiefer einsteigen müssen. 

So wie z.B. bei den Obsolescence Arbeitnehmern. Hier kam nämlich ganz schnell heraus, dass dieses Skillset ein guter Mehrwert für ganz unterschiedliche Aufgaben z.B.  in Logistik, Produktmanagement usw. ist und die Positionen die unterschiedlichsten Titel haben.  Und die Arbeitnehmer hier vermutlich mit einem größeren Selbstbewusstsein dieses Skillset auch vermarkten könnten.

Neben den Themen,

Wie sicher ist mein Arbeitsplatz?  
und 
Habe ich mich gut vermarktet?

sind aber auch ganz andere Fragen relevant:

Bin ich mit meinem Job zufrieden? Macht mir die Aufgabe Spaß? Kann ich von meiner Persönlichkeit her authentisch agieren oder muss ich mich täglich „verbiegen“?  Liegt mein Gehalt im Benchmark des Marktes – bin ich überbezahlt, bekomme ich „Schmerzensgeld“ und kann deshalb schon kaum wechseln?, oder liege ich unter dem Schnitt der Branche, dafür aber arbeite ich in einem tollen Team mit verantwortungsvollen Aufgaben? Will ich überhaupt viel Verantwortung? Bekomme ich die Anerkennung, die ich mir vorstelle? Wo geht meine Reise in den nächsten 5 Jahren hin.? Bin ich gut für eine persönliche Weiterentwicklung aufgestellt oder befinde ich mich in einer Einbahnstraße? 

John Lennon sagte mal:

„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“

Bei Karrieren in der Elektronik könnte man aber auch Friedrich Dürrenmatt zitieren: 

„ Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer trifft sie der Zufall.“

In diesem  Sinne wünsche ich Ihnen angenehme Feiertage und ein erfolgreiches, gesundes und glückliches 2017.


Autor: Renate Schuh-Eder, SCHUHEDER Consulting GmbH


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