07.08.2012

Ziehen deutsche Ingenieure für die Karriere um? - Ergebnisse der Mini-Umfrage

Medium koffer 33 % machen ihren Entschluss für oder gegen den berufsbedingten Umzug von der Entscheidung der Familie abhängig. (panthermedia.net / James Steidl)

Den deutschen Arbeitnehmern wird nachgesagt, sie seien zu unflexibel, wenn es um einen berufsbedingten Wechsel des Wohnorts geht. Die Fachzeitschrift ELEKTRONIKPRAXIS und semica wollten in einer Blitzumfrage herausfinden, ob das auch auf die deutschen Ingenieure in der Elektronikbranche zutrifft.

Die Ergebnisse der Mini-Umfrage sind zwar nicht repräsentativ, sie erlauben jedoch einen ersten Eindruck von den Tendenzen in der Branche. So sind 11 % der Umfrageteilnehmer bereit einen neuen Job unabhängig vom Standort anzunehmen. Das gilt allerdings nur, wenn die neue Position interessant genug ist.

25 % sind bereit, Job und Standort zu wechseln, wenn das Stellenangebot interessant und der neue Standort reizvoll ist. Ein Ingenieur kommentierte seine Umzugsbereitschaft wie folgt: „Ich habe mit 53 Jahren den Job gewechselt, weil die alte Stelle so langweilig war, dass ich mir nicht vorstelle konnte, noch weitere 15 Jahre bis zur Rente dort weiterhin fast die Hälfte des Tages inklusive Anfahrt zu verbringen. Wer weiß, dass er nur ein Mal lebt wird auch größere Entfernungen für einen attraktiven Wechsel in Kauf nehmen“

Familie ist wichtiger als die Karriere

Wichtiger als die persönliche Karriere ist den Befragten die Familie. 33 % gaben an, dass einen neuen Job an einem anderen Standort grundsätzlich nur dann annehmen würden, wenn die Familie damit einverstanden ist.

26 % der Teilnehmer fühlen sich an ihrem jetzigen Wohnort so wohl, dass sie einen Umzug zugunsten des Jobs komplett ausschließen. Hier spielt sicherlich auch das Eigenheim eine nicht unwesentliche Rolle. So schrieb ein Umfrageteilnehmer folgenden Kommentar: „Wozu kauft man sich als Besserverdiener ein Häuschen, für das man bereit ist, 20 Jahre zu zahlen, wenn man es dann wegen eines neuen Jobs vermieten muss? Da muss man schon mal die ganze Rechnung auf machen und nicht nur den neuen Arbeitsvertrag betrachten.“

Lediglich 5 % der Befragten wären bereit, für einen neuen Job bis zu 2,5 Stunden pro Tag zu Pendeln. Die Bundesagentur für Arbeit hält diese 2,5 Stunden Fahrzeit zum Arbeitsplatz übrigens für durchaus zumutbar.

Fazit

Die deutschen Ingenieure gehen in Bezug auf einen berufsbedingten Umzug nicht unflexibel sondern vielmehr überlegt vor. Lediglich 25 % lehnen einen Standortwechsel von vornherein ab. Die restlichen 75 % machen einen Umzug von der Entscheidung der Familie, der Attraktivität der neuen Position und des neuen Standorts abhängig.

Quelle: Mini- Umfrage der ELEKTRONIKPRAXIS und semica 


Autor: Max Hülsebusch


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